„Fit für die Zukunft“ – Berufsorientierung für Jugendliche – Gemeinsam mit zahlreichen Institutionen und Unternehmen hilft das Bündnis im Lahn-Dill-Kreis Jugendlichen dabei, sich auf den Berufseinstieg vorzubereiten

Bündnis für Familie im Lahn-Dill-Kreis

Bündnis für Familie im Lahn-Dill-Kreis

Ort: 35578 Wetzlar
Bundesland: Hessen
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„Fit für die Zukunft“ – Berufsorientierung für Jugendliche – Gemeinsam mit zahlreichen Institutionen und Unternehmen hilft das Bündnis im Lahn-Dill-Kreis Jugendlichen dabei, sich auf den Berufseinstieg vorzubereiten

„Fit für die Zukunft“ – Berufsorientierung für Jugendliche

Gemeinsam mit zahlreichen Institutionen und Unternehmen hilft das Bündnis im Lahn-Dill-Kreis Jugendlichen dabei, sich auf den Berufseinstieg vorzubereiten

Welcher Beruf passt zu mir? Welche Kenntnisse und Fähigkeiten sind für meinen Traumjob besonders wichtig? Wie stelle ich mir mein Leben in 10 Jahren vor? Diese Fragen stellen sich viele Jugendliche am Ende ihrer Schulzeit. Um Schülerinnen und Schüler auf die Berufswahl vorzubereiten und ihnen verschiedenste Berufe näher zu bringen, hat das Lokale Bündnis für Familie im Lahn-Dill-Kreis in den Jahren 2010 bis 2012 gemeinsam mit Institutionen und Unternehmen aus der Region Berufsorientierungstage an mehreren Oberschulen im Landkreis angeboten. Neben verschiedenen Berufsfeldern standen dabei auch die Vereinbarkeit von Familie und Beruf und das Hinterfragen von traditionellen, geschlechterspezifischen Berufsbildern im Fokus.

Mit dem Projekt „Fit für die Zukunft“ möchte die Arbeitsgemeinschaft „Familienfreundliche Unternehmen“ des Bündnisses für Familie Schülerinnen und Schüler dazu motivieren, den Berufswunsch allein vom Interesse und den eigenen Fähigkeiten abhängig zu machen und nicht nur vermeintlich geschlechtstypische Berufe ins Auge zu fassen. Der Beruf des KfZ-Mechatronikers gilt in den Augen vieler beispielsweise als typisch „männlicher“ Beruf, während der Erziehungsberuf häufig als „weiblich“ besetzt gilt. Diese traditionellen, geschlechtsspezifischen Rollenbilder hinterfragten Heike Schubert von der Agentur für Arbeit Limburg-Wetzlar, Bündniskoordinatorin Claudia Wagner von der Industrie- und Handelskammer Lahn-Dill und Manfred Weber von der Handwerksammer Wiesbaden gemeinsam mit den Jugendlichen. Auch die Vereinbarkeit von Familie und Beruf sowie die partnerschaftliche Aufgabenteilung im Familien- und Berufsleben standen im Fokus: Gemeinsam mit den Jugendlichen diskutierten die Bündnisakteurinnen und -akteure provokante Fragen und Statements wie „Frauen kochen besser als Männer“, „eine Mutter sollte in den ersten drei Lebensjahren des Kindes zu Hause bleiben“ und „Männer verdienen in gleichen Positionen in der Regel mehr Geld als Frauen“. In der Diskussion machten sie dabei deutlich, dass solche pauschalen Aussagen nicht mehr in die heutige Zeit passen und auch der Beruf nicht mehr entlang geschlechtsspezifischer Rollenbilder gewählt werden sollte. Im Jahr 2010 brachte dies eine Schülerin der 9.Klasse mit folgenden Worten auf den Punkt: „Wenn jemand sich für etwas besonders interessiert, kann er das in der Regel auch gut, egal ob Mann oder Frau“.

Am Berufsorientierungstag in der Johann-von-Nassau-Schule hatten die Schülerinnen und Schüler darüber hinaus die Möglichkeit, sich über verschiedene Berufe zu informieren: Vertreterinnen und Vertreter von Arbeitgebern wie ThyssenKrupp, der AOK Hessen und der Bundeswehr stellten ihr Unternehmen vor, schilderten den Berufsalltag und beantworteten Fragen zu Ausbildungs- und Praktikumsmöglichkeiten. Darüber hinaus simulierte Walter Knaus von der Agentur für Arbeit in Dillenburg mit den Schülerinnen und Schülern im Jahr 2012 im Rahmen des Berufsorientierungstages einen Einstellungstest. Ziel der Projektbeteiligten war es, die zukünftigen Auszubildenden gut zu informieren, damit die richtige Berufswahl und später die Vereinbarkeit von Familie und Beruf gelingen. Dabei verdeutlichten sie den Jugendlichen, wie wichtig ein guter Schulabschluss für das spätere Berufs- und Familienleben ist und ermutigten sie, weiterhin motiviert am Schulunterricht teilzunehmen.

Das Projekt „Fit für die Zukunft“ fand in den Jahren 2010 bis 2012 an mehreren Oberschulen im Lahn-Dill-Kreis statt. Für das Jahr 2015 strebt das Lokale Bündnis eine erneute Durchführung an.

Das Bündnis für Familie im Lahn-Dill-Kreis

Im November 2005 gründete sich das Bündnis im Lahn-Dill-Kreis, das gemeinsam vom Lahn-Dill-Kreis und der Industrie- und Handelskammer (IHK) Lahn-Dill koordiniert wird. Im Bündnis engagiert sich eine Vielzahl von unterschiedlichen Partnerinnen und Partnern aus den Kommunen, dem Kreis, der Industrie- und Handelskammer, den Unternehmen, den Gewerkschaften, der Arbeitsagentur, des Jobcenters Lahn-Dill, der Handwerkskammer, der Politik, der Gesellschaft, der Kirchen, der Vereine und der Wohlfahrtsverbände. Das Bündnis verbessert die Situation der Familien in den Städten und Gemeinden durch unterschiedliche Projekte. So hat das Bündnis zum Beispiel eine Checkliste zur Familienfreundlichkeit entwickelt. Zudem listet eine interaktive Landkarte Möglichkeiten ehrenamtlichen Engagements im Kreis auf.
Weitere Auskünfte zum Projekt „Fit für die Zukunft“ erteilt Claudia Wagner von der Industrie- und Handelskammer im Lahn-Dill-Kreis unter Tel. 06441 94481730 oder per E-Mail unter wagner@lahndill.ihk.de.

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