Zukunft Familie – wir machen mit!

Wünsche und Ziele rund um das Thema Vereinbarkeit von Familie und Beruf standen beim diesjährigen Aktionstag unter dem Motto „Mehr Familie – In die Zukunft, fertig, los“ im Mittelpunkt der Aktionen der Lokalen Bündnisse für Familie, an denen sich alle Bundesländer beteiligt haben.

Bild zeigt: Wunschrakete mit Wunschsternen
In Saarbrücken lud das Lokale Bündnis für Familie zum Aktionstag seine 50 Bündnispartner zum Unternehmensfrühstück ein.
Quelle: Bündnis für Familie im Regionalverband Saarbrücken

Wünsche und Ziele rund um das Thema Vereinbarkeit von Familie und Beruf standen beim diesjährigen Aktionstag unter dem Motto „Mehr Familie – In die Zukunft, fertig, los“ im Mittelpunkt der Aktionen der Lokalen Bündnisse für Familie, an denen sich alle Bundesländer beteiligt haben.

Mit Raketengeschwindigkeit in die Zukunft: Zum diesjährigen Aktionstag der Lokalen Bündnisse waren Ideen und Wünsche für die familienfreundliche Gesellschaft von morgen gefragt. Bei zahlreichen Aktionen in allen 16 Bundesländern wurde deutlich: Dazu haben Familien einiges zu sagen – und Lokale Bündnisse haben bereits gute Konzepte entwickelt, um das familienfreundliche Miteinander auch in Zukunft mitzugestalten.

Die rote Wunschrakete zur NEUEN Vereinbarkeit war für die Besucherinnen und Besucher ein Hingucker bei vielen Veranstaltungen der Lokalen Bündnisse im Rahmen des diesjährigen Aktionstags. Neben Familien gehörten auch zahlreiche Bündnispartner und Unternehmensvertreter zu den Gästen der Aktionen rund um den Tag der Familie am 15. Mai. Passend zum Motto „Mehr Familie – In die Zukunft, fertig, los“ standen dabei Fragen im Mittelpunkt wie: Was wünschen sich Familien in der Zukunft, damit die Vereinbarkeit von Familie und Beruf besser gelingt? Was erwarten sie von neuen Technologien und flexiblen Arbeitsmodellen an Erleichterungen im Familienalltag? Und mit welchen Maßnahmen lässt sich eine familienfreundliche Kultur vor Ort weiter stärken?

Auch das Bündnis für Familie im hessischen Lahn-Dill-Kreis lud mit der Aktion „Wunschrakete“ Bürgerinnen und Bürger dazu ein, Ideen, Verbesserungsvorschläge und natürlich Wünsche für mehr Familienfreundlichkeit in der Region zu Papier zu bringen. „Mit einer Umfrage haben wir die Ideen der Familien vor Ort gezielt erfasst. Das war für uns auch eine schöne Gelegenheit für den direkten Austausch mit den Familien in unserem Landkreis. Die gewonnenen Anregungen möchten wir in die Bündnisarbeit integrieren“, erzählt Bündniskoordinatorin Meike Menn.

In Saarbrücken hatte das Lokale Bündnis zum Aktionstag seine 50 Bündnispartner zum Unternehmensfrühstück in den Räumen des Energieversorgers VSE AG eingeladen. Auf Wunschsternen konnten die Teilnehmenden ihre Anregungen zur Bündnisarbeit zu Papier bringen. Eingeladen waren auch Vertreterinnen und Vertreter aus der Politik sowie Unternehmenspartner des Lokalen Bündnisses. In einer moderierten Diskussionsrunde ging es unter anderem um die Unterstützung von Beschäftigten mit Pflegeaufgaben. Ein Thema, das auch für die Medien interessant ist: In einem Radiobeitrag anlässlich des Aktionstages ging Bündniskoordinatorin Mirjam Altmeier-Koletzki auch auf die zunehmend pflegesensible Personalpolitik von vielen Partnerunternehmen ein. Im Rahmen des Aktionstages wurden auch sechs neue Bündnispartner begrüßt. In Bielefeld wurden im Rahmen des Aktionstages vier Unternehmen mit dem Prädikat „Ausgezeichnet Familienfreundlich“ für eine systematische familienbewusste Personalpolitik vom Oberbürgermeister der Stadt Bielefeld, Pit Clausen, und dem Bielefelder Bündnis für Familie ausgezeichnet. „Die Unternehmen haben die Jury mit ihren vielfältigen, der jeweiligen Unternehmenssituation angepassten Lösungen überzeugt. Dazu gehören firmeneigene Kinderbetreuungsangebote, Arbeitszeitregelungen, die in Einklang mit den individuellen Bedürfnissen der Beschäftigten gebracht werden, Beteiligung an Kita-Beiträgen und Förderung der Elternzeit auch für Väter“, so Bündnissprecherin Angela Rehorst.

Im thüringischen Eisenach wurde am 15. Mai gefeiert: An diesem Tag wurde das „Lokale Bündnis für Familie in der Wartburgregion“ gegründet und stellte sich vor. Das bereits bestehende Lokale Bündnis für Familien Wartburgkreis schließt sich in Zukunft mit der Stadt Eisenach zu diesem neuen Bündnis zusammen. „Unser Motto ist: Familie ist da, wo Menschen füreinander sorgen“, so Dr. Anne Röthig, Projektleiterin beim Schulungshaus Ziola GmbH, die von Anfang an in der Steuerungsgruppe dabei war.

Mit im Boot sind auch der Landkreis, die Stadtverwaltung und das Deutsche Rote Kreuz. Ansprechpartnerinnen für das Bündnis in diesem Jahr sind die Gleichstellungsbeauftragten der Stadt Eisenach, Ulrike Quentel, und des Wartburgkreises, Monika Wagner. Zur Auftaktveranstaltung waren dann auch gleich Ideen und Anregungen für die künftige Arbeit des Bündnisses gefragt: In einem „Marktplatz für Engagement“ konnten sich die Gäste in drei Workshops einbringen. „Wir haben in Zusammenarbeit mit der Wirtschaftsförderung viele regionale Unternehmen eingeladen. Weitere Einladungen gingen unter anderem an den Landkreis, die Stadtverwaltung, das Jobcenter und die Arbeitsagentur, Beratungsstellen, Kammern wie die HWK und IHK sowie die Kreishandwerkerschaft“, so Anne Röthig. Ein breites Fundament also an Multiplikatoren, die sich zu den drei Handlungsfeldern des Bündnisses einbringen können: „Vereinbarkeit Familie und Arbeitswelt“, „Stärkung von Familien“ und „Unterstützung des Wirtschaftsstandortes Wartburgregion“. „Gemeinsam wollen wir mit starken Partnerinnen und Partnern aus Wirtschaft, Politik und Gesellschaft neue Wege gehen und bürgerschaftliches Engagement fördern“, so Ulrike Quentel.

Das Lokale Bündnis für Familie Herzogenrath hat in diesem Jahr gleich mehrere Aktionstagsangebote für Familien vor Ort umgesetzt, eingebettet in den Familientag der Städteregion Aachen. „Die Wunschrakete haben wir bewusst für einen Familientag eingeplant. Im Rahmen der Aktion möchten wir auch Menschen mit Flucht- oder Migrationshintergrund Gelegenheit geben, ihre Wünsche rund um das Thema Familie zu äußern“, erklärt Bündniskoordinatorin und Mentorin Birgit Kuballa. Groß und Klein konnten in Herzogenrath ihrer Kreativität zudem freien Lauf lassen und eine Bodenzeitung gestalten, bei der es um die Chancen der Digitalisierung ging: Was bedeuten digitale Lösungen für Familien im Alltag, in welcher Hinsicht lässt sich Vereinbarkeit damit vielleicht besser gestalten?

Bei der Veranstaltung „Wundersam anders – grenzenlos“, einem Erlebnis- und Spieltag für die ganze Familie, gestaltete das Familienbündnis Bayreuth gemeinsam mit dem Jugendkulturzentrum „Wundersam anders e. V.“ und Kooperationspartnern eine Familienparcours-Station unter dem Motto „Wunschsterne“. „Hier konnten Eltern und Kinder spielerisch gegeneinander antreten, und wenn alle Hindernisse überwunden sind, ihre persönlichen Wunschsterne ausfüllen“, erzählt Bündniskoordinatorin Siglinde Seidler-Rieß. Väterfreundlichkeit ist ein weiteres Zukunftsthema, das mittlerweile von vielen Lokalen Bündnissen aufgegriffen wird. Die Lokalen Bündnisse Bruchsal und Essen stellten den Schwerpunkt „Väter“ im Rahmen des Aktionstags in den Mittelpunkt. In Essen wurden dabei Möglichkeiten thematisiert, berufstätige Väter zu stärken und partnerschaftliche Vereinbarkeit im Beruf zu fördern. Um engagierte Unternehmen zu würdigen, zeichnet Essen auch in diesem Jahr wieder Betriebe im Rahmen des „Essener Audit – familienfreundliches Unternehmen“ aus.

Im Zuge des diesjährigen Aktionstages hat das Bündnis für Familie im Werra-Meißner-Kreis gezielt lokale Unternehmen angesprochen. „Wir möchten verstärkt neue Unternehmen als Bündnispartner gewinnen und das Thema Vereinbarkeit platzieren. Deshalb haben wir uns mit der Aktionstagsveranstaltung bewusst an Unternehmen und insbesondere Führungskräfte gewandt“, so Bündniskoordinatorin Ilona Friedrich. Gemeinsam mit der IHK Kassel-Marburg, der Kreishandwerkerschaft Werra-Meißner, der Wirtschaftsförderung und der Sparkasse Werra-Meißner hat das Lokale Bündnis zu einer Abendveranstaltung eingeladen. In einem Vortrag beleuchtete Zukunftsforscher Prof. Dr. Holger Bonin die Frage „Wie werden Familien in 20 Jahren leben und arbeiten?“ und ging dabei insbesondere auf Perspektiven ein, wie Eltern künftig Erwerbs- und Sorgearbeit besser vereinbaren können. Dabei ging es auch um die Digitalisierung der Arbeitswelt und die damit verbundene Frage, ob diese mehr Freiräume für das Familienleben schaffen kann. In einem weiteren Vortrag gab Dr. Roswitha Wöllenstein von der IHK Kassel-Marburg einen Ausblick zum Thema Fachkräftesicherung im ländlichen Raum. An die Abendveranstaltung will das Bündnis für Familie in der weiteren Bündnisarbeit anknüpfen, um Unternehmen für das Bündnis zu gewinnen. „Künftig wäre es zum Beispiel denkbar, unsere Auszeichnung für soziale Verdienste auch an Unternehmen zu vergeben, die sich für Familienfreundlichkeit einsetzen, und so das Thema Vereinbarkeit in den Fokus zu rücken.“

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