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Vereinbarkeitstag 2018

Bundesfamilienministerin Dr. Franziska Giffey und DIHK-Präsident Dr. Eric Schweitzer machen sich für eine familienorientierte Unternehmenskultur stark.

Bild zeigt: Vereinbarkeitstag 2018 - Bundesfamilienministerin Dr. Franziska Giffey mit dem Präsidenten des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK) Dr. Eric Schweitzer Quelle: Erfolgsfaktor Familie

Bundesfamilienministerin Dr. Franziska Giffey hat heute gemeinsam mit dem Präsidenten des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK) Dr. Eric Schweitzer rund 300 Vertreterinnen und Vertreter aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft zum „Vereinbarkeitstag 2018“ in Berlin begrüßt. Bei der Veranstaltung unter dem Motto „Fortschritt durch familienorientierte Unternehmenskultur“ standen Perspektiven und gute Beispiele für eine familienorientierte Arbeitswelt im Fokus der Podiumsdiskussionen und Workshops.

Eine aktuelle Umfrage, deren Ergebnisse auf dem Vereinbarkeitstag vorgestellt wurden, zeigt:  Knapp 80 Prozent aller Befragten schätzen eine familienfreundliche Unternehmenskultur für die Arbeitgeberattraktivität als wichtig oder sehr wichtig ein. 56 Prozent der Beschäftigten mit Kindern im Haushalt achten bereits heute auf eine familienfreundliche Unternehmenskultur bei der Wahl ihres Arbeitgebers. Ein Drittel der Befragten (knapp 36 Prozent) ist mit der Familienfreundlichkeit des eigenen Arbeitgebers zufrieden.

„Die Zahl der Unternehmen, die ihre Beschäftigten bei der Vereinbarkeit von Familie und Beruf unterstützen, hat in den vergangenen Jahren zugenommen. Wir sehen, das hilft nicht nur den Familien, sondern auch den Unternehmen. Familienorientierung in der Wirtschaft ist längst nicht mehr nur eine nette Geste, sondern Standortfaktor und Notwendigkeit, um Fachkräfte zu gewinnen, zu halten und um dauerhaft wettbewerbsfähig zu sein.“, betonte Bundesfamilienministerin Dr. Franziska Giffey.

„In Zeiten des Fachkräftemangels ist eine familienorientierte Unternehmenskultur ein wichtiger Teil der Arbeitgeberattraktivität. Dabei geht es um mehr als einzelne Maßnahmen, es geht letztlich um eine Haltung und eine strategische Ausrichtung des Betriebs. Gerade kleine und mittelständische Arbeitgeber können sich hierbei mit kreativen Ideen und im direkten Dialog mit den Belegschaften attraktiv aufstellen“, so Dr. Eric Schweitzer.

Vor diesem Hintergrund hat das Bundesfamilienministerium im Rahmen des Unternehmensprogramms „Erfolgsfaktor Familie“ mit Wirtschaftsverbänden, dem Deutschen Gewerkschaftsbund und dem Bundesverband der Personalmanager Leitlinien für eine familienorientierte Unternehmenskultur entwickelt. Sie bilden kulturprägende Elemente wie Strategie, Vielfalt, Kommunikation und Verbindlichkeit ab, an denen Betriebe sich orientieren können, wenn sie Familienfreundlichkeit stärker in der Unternehmenskultur verankern wollen. Auf dieser Grundlage wird derzeit der Fortschrittsindex Vereinbarkeit erarbeitet. Er soll Betriebe dabei unterstützen, Familienfreundlichkeit Jahr für Jahr zu messen und die Fortschritte so sichtbar zu machen.

Am Nachmittag luden vier Berliner Unternehmen die Gäste der Veranstaltung im Rahmen einer „KulTour“ ein, sich selbst ein Bild davon zu machen, wie sich eine familienorientierte Unternehmenskultur umsetzen lässt. So bestand in der Charité, bei der hhpberlin Ingenieure für Brandschutz GmbH, der NBB Netzgesellschaft Berlin-Brandenburg und dem Pflegeunternehmen domino-world die Gelegenheit für einen Erfahrungsaustausch. Im „MACHmit! Museum für Kinder“ stellte das Lokale Bündnis für Familie Pankow seine Arbeit zum Thema vor.

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