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Familienfreundliche Unternehmenskultur als Erfolgsfaktor

Die Studie „Familienfreundliche Unternehmenskultur – der entscheidende Erfolgsfaktor für die Vereinbarkeit von Familie und Beruf" zeigt: Die Mehrheit der Unternehmen hat bereits eine familienfreundliche Unternehmenskultur. Arbeitgeber schätzen die Unternehmenskultur jedoch familienfreundlicher als Arbeitnehmer ein.

Bild zeigt: Familienfreundliche Unternehmenskultur - Der entscheidende Erfolgsfaktor für die Vereinbarkeit von Familie und Beruf

Mit der vorliegenden Studie wird der Zusammenhang zwischen dem Grad der Familienfreundlichkeit der Unternehmenskultur und einer gelebten Vereinbarkeit von Familie und Beruf zum ersten Mal detailliert nachgewiesen.

Im Rahmen des Unternehmensprogramms „Erfolgsfaktor Familie“ des BMFSFJ wurde eine repräsentative Befragung von deutschen Unternehmen und Beschäftigten zur Familienfreundlichkeit ihrer Unternehmenskultur durchgeführt.
Die Studie zeigt, dass vier Aspekte eine familienfreundliche Unternehmenskultur prägen: Passgenaue und zielgruppenorientierte Maßnahmen beispielsweise für Mütter und Väter oder Beschäftigte mit Pflegeaufgaben stärken die Kultur. Entscheidend ist außerdem eine transparente Kommunikation von Vereinbarkeit sowie die nachhaltige Verankerung z. B. in Leitbildern oder Vereinbarungen. Zuletzt ist die unterstützende Vorbildfunktion der Führungskraft unerlässlich für die Familienfreundlichkeit der Unternehmenskultur.
Der Zusammenhang zwischen einer solchen familienfreundlichen Kultur und Vereinbarkeit wird von der Studie ebenfalls bestätigt – für mehr als 99 Prozent der Beschäftigten in Unternehmen mit einer sehr familienfreundlichen Kultur sind Beruf und Familie sehr gut oder gut vereinbar. Bei einer weniger familienfreundlichen Unternehmenskultur sinkt dieser Wert um die Hälfte ab (52 Prozent).
Die Ergebnisse der Studie zeigten allerdings eine Diskrepanz in der Wahrnehmung der eigenen Familienfreundlichkeit: Unternehmen sehen sich insgesamt deutlich positiver sehen als ihre Beschäftigten. 44 Prozent der Arbeitgeber schätzen ihre Kultur als sehr familienfreundlich ein – das sind fast doppelt so viele wie Beschäftigte (24 Prozent). Wenn ein Unternehmen Modelle wie Home Office oder flexible Arbeitszeitmodelle anbietet, bedeutet es folglich nicht, dass deren Inanspruchnahme auch akzeptiert wird. Beschäftigte fürchten, dadurch negative Konsequenzen zu erleben. Familienfreundlichkeit sollte im betrieblichen Alltag demnach stärker verankert und aktiv vorgelebt werden. Nur so wird ein nachhaltiger Wandel der Unternehmenskultur hin zu einer modernen Arbeitsorganisation für Beschäftigte mit individuellen Vereinbarkeitsbedürfnissen möglich. Dies ist nicht nur für die Einzelne und den Einzelnen alltagsrelevant - Bundesfamilienministerin Dr. Katarina Barley betonte außerdem die ökonomische Bedeutsamkeit des Themas: "Eine familienfreundliche Unternehmenskultur ist kein Hindernis für wirtschaftlichen Erfolg, sondern eine Voraussetzung für eine langfristig erfolgreiche Unternehmensführung.“


Die Studie „Familienfreundliche Unternehmenskultur – Der entscheidende Erfolgsfaktor für die Vereinbarkeit von Familie und Beruf“ finden Sie hier: Kulturstudie

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