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„Eltern brauchen Verlässlichkeit“

Gute Ferienangebote sind kein Hexenwerk, sagt Elke Rohlfs-Jacob, Bündnismentorin und -koordinatorin des Lokalen Bündnisses im Landkreis Friesland im Interview.

Bild zeigt: Bündnismentorin Elke Rohlfs-Jacob

Bündnismentorin Elke Rohlfs-Jacob im Interview. Quelle: BMFSFJ

Frau Rohlfs-Jacob, wie kann die Ferienbetreuung von starken Netzwerken wie den Lokalen Bündnissen profitieren?

ELKE ROHLFS-JACOB: Die Lokalen Bündnisse sind eine unabhängige Plattform des Austauschs. Wir reden offen über Bedürfnisse, Erfahrungen und Lösungen. Die Träger erhalten einen Überblick, was Familien brauchen. Die Verwaltungen können unkompliziert auf die Konzepte schauen und Tipps geben, wo es vielleicht Fördermittel oder Unterstützung gibt. Für ein Angebot haben wir zum Beispiel eine zusätzliche Fachkraft organisiert, und dadurch das Angebot für Kinder mit Beeinträchtigungen geöffnet. Ohne das Netzwerk wäre so etwas viel schwieriger.

Was wünschen sich die Eltern denn am meisten?

ROHLFS-JACOB: Verlässlichkeit. Die Ferienangebote laufen ja außerhalb der gewohnten Strukturen. Die Familien und das Fachpersonal kennen sich häufig nicht. Wir achten darauf, dass die Angebote klar formuliert sind. Wie läuft das Programm ab? Wer genau ist für die Kinder da? Wie erreichen sich Träger und Eltern im Notfall? Stressfrei ist die Ferienbetreuung für die Eltern, wenn sie sicher sein können, dass ihre Kinder gut aufgehoben sind.

Wie lassen sich dafür die Unternehmen ins Boot holen?

ROHLFS-JACOB: In unserem Bündnis gibt es einen Arbeitskreis für die Unternehmen. Dort spinnen wir öfter einfach ohne bestimmtes Ziel an Ideen. Jeder sagt, was ihm oder ihr zu einem bestimmten Thema durch den Kopf geht. Häufig stellen wir fest, dass sich davon mehr umsetzen lässt, als jeder für sich vorher gedacht hätte. So kommen die Dinge ins Rollen.

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