Heidelberger Kongress zur Vereinbarkeit von Beruf und Angehörigenpflege setzt deutliches Zeichen

Bündnis für Familie Heidelberg

Bündnis für Familie Heidelberg

Ort: 69115 Heidelberg
Bundesland: Baden-Württemberg
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Heidelberger Kongress zur Vereinbarkeit von Beruf und Angehörigenpflege setzt deutliches Zeichen

Über 60 Teilnehmerinnen und Teilnehmer kamen auf Einladung des Lokalen Bündnisses für Familie und des Pflegelotsen-Netzwerk Baden-Württemberg in Heidelberg im April 2018 zusammen, um sich zu Gestaltungsmöglichkeiten und Herausforderungen bei der Vereinbarkeit von Beruf und Angehörigenpflege auszutauschen. 

Zu Beginn begrüßten Oberbürgermeister Prof. Dr. Eckart Würzner und Dr. Andreas Marg, Referent im Ministerium für Soziales und Integration Baden-Württemberg, die Gäste. Im Fachvortrag „Vereinbarkeit von Pflege und Beruf - rechtlicher Rahmen und aktuelle Entwicklungen“ skizzierte Nicolas Geiger, Referent im Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend die aktuellen Zahlen, rechtliche Grundlagen und Schwerpunkte auf der Bundesebene. „Angehörigenpflege - Herausforderungen für Unternehmen, Familien und Kommunen“, diesem Themenschwerpunkt widmete sich Dr. Stephanie Saleth, Leiterin der FamilienForschung Baden-Württemberg im zweiten Fachvortrag. 

Anschließend tauschten sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer engagiert im Rahmen von Themeninseln mit Expertinnen und Experten aus Bund, Land und Kommune zu den Herausforderungen von pflegenden Beschäftigten aus. 

Fazit des Kongresses ist: Unternehmen und Kommunen müssen sich weiter engagieren. Das Thema wird in den nächsten Jahren noch weiter an Bedeutung zunehmen und weitere Aspekte einschließen, wie Chancen und Grenzen der Digitalisierung. Um betriebliche Lösungen für die Vereinbarkeit von Beruf und Angehörigenpflege in Unternehmen umzusetzen wurde am Beispiel des Überstundenverschenkens der Wunsch noch konkreten Umsetzungsschritten von Best Practise Beispielen laut. Außerdem muss der Bedarf von pflegenden Angehörigen besser kommuniziert werden, hier gibt es bis heute keine entsprechende Interessensvertretung gegenüber dem Bund.

3 betriebliche Pflegelotsen qualifiziert 

Am Nachmittag standen im Dialogforum aktuelle Fragen bei der Umsetzung der Pflegestärkungsgesetze im betrieblichen Kontext im Mittelpunkt. Parallel qualifizierten sich 13 Unternehmensvertreterinnen und -vertreter, Beauftragte für Chancengleichheit, Betriebsratvertreterinnen und -vertreter und Personaler am Nachmittag zum betrieblichen Pflegelotsen, um in Zukunft als Ansprechpartner für Kolleginnen und Kollegen beim Thema Pflege zur Verfügung stehen. Die nächste Qualifizierung zum betrieblichen Pflegelotsen findet am 26. September 2018 statt.

Online-Plattform „Pflegelotsen-Netzwerk Baden-Württemberg“ wurde vorgestellt

Nicht nur in Heidelberg wurden bis heute 95 betriebliche Pflegelotsen als Ansprechpartnerinnen und -partner in Unternehmen qualifiziert, auch in Baden-Württemberg und darüber hinaus gibt es vergleichbare Schulungen. Über 700 betriebliche Pflegelotsen zählt Baden-Württemberg.

Mit dem Projekt „Pflegelotsen-Netzwerk Baden-Württemberg“ wird unter www.pflegelotsen-bw.de, ein internetgestütztes Netzwerk für betriebliche Pflegelotsen in Baden-Württemberg aufgebaut. Hier werden Informationen, wirkungsvolle Lösungen und aktuelle Entwicklungen gebündelt. Das Projekt wird unterstützt durch das Ministerium für Soziales und Integration Baden-Württemberg aus Mitteln des Landes Baden-Württemberg.  

Das Lokale Bündnis für Familie Heidelberg

Seit der Gründung des Lokalen Bündnisses für Familie Heidelberg, das seinem Fokus auf die Vereinbarkeit von Beruf und Familie setzt, im Jahr 2007 engagieren sich die Akteurinnen und Akteure in unterschiedlichen Arbeitsgruppen. Zu ihren Themen zählen beispielsweise neben einer familienfreundlichen Arbeitswelt, auch Ferienbetreuung, Dual Career, Kinderbetreuung und Vereinbarkeit von Beruf und Angehörigenpflege. Das Lokale Bündnis für Familie Heidelberg ist Teil der bundesweiten Initiative „Lokale Bündnisse für Familie“ des Bundesfamilienministeriums.

Weitere Auskünfte erteilt Sophia Tesfay unter Tel. 06221 141020 oder unter tesfay@hddienste.de

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