Arbeitnehmerumfrage „Familienfreundlichkeit am Arbeitsplatz" - Das Bündnis für Familie Kitzinger Land lenkt mit einer Umfrage den Fokus auf Maßnahmen, die für Arbeitnehmer wirklich wichtig sind

Bündnis für Familie Kitzinger Land

Bündnis für Familie Kitzinger Land

Ort: 97318 Kitzingen
Bundesland: Bayern
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Arbeitnehmerumfrage „Familienfreundlichkeit am Arbeitsplatz" - Das Bündnis für Familie Kitzinger Land lenkt mit einer Umfrage den Fokus auf Maßnahmen, die für Arbeitnehmer wirklich wichtig sind

Welche Maßnahmen zur Verbesserung der Familienfreundlichkeit von Unternehmen sind für Arbeitnehmer besonders wertvoll, welche spielen im ländlichen Raum eine eher untergeordnete Rolle? Diese Fragestellung war Anstoß für eine Arbeitnehmerbefragung, die das Forum „Unternehmen und Familienfreundlichkeit“ des Lokalen Bündnisses für Familie Kitzinger Land entwickelt hat.

Ziel der Umfrage war es, ein generelles Stimmungsbild über gewünschte Maßnahmen zu erhalten, um unter anderem dem Lokalen Bündnis Handlungsempfehlungen geben zu können. Die Umfrage wurde anonym durchgeführt, so dass keine Rückschlüsse auf einzelne Arbeitgeber oder Arbeitnehmer geschlossen werden konnten.

Im Februar 2014 lief die Umfrage „Familienfreundlichkeit am Arbeitsplatz" an. Alle Arbeitnehmer im Landkreis waren aufgerufen, sich zu beteiligen. Verteilt wurde sie über Unternehmer, die Kreishandwerkerschaft und eine Gewerkschaft, außerdem konnte sie online durchgeführt werden. Mittlerweile ist die Auswertung, mit allen relevanten Filterungen nach Antwort, Geschlecht und Alter, abgeschlossen und die Ergebnisse liegen aufbereitet vor. An der Umfrage beteiligten sich insgesamt 380 Personen. 62% der Befragten gaben an, in Vollzeit zu arbeiten, davon 42% Frauen. 61% der Befragten bewegen sich in der Altersgruppe von 31-50 Jahren.

Spitzenreiter bei den gewünschten Maßnahmen waren „Unbezahlte Freistellung für familiäre Engpässe (Pflege von Kindern/Angehörigen)“ sowie „Flexible Arbeitszeit/Gleitzeit“, beide mit über 90% Zustimmung. Einen HomeOffice-Platz empfinden 70% der Beteiligten als gute familienfreundliche Alternative, wobei hier nicht nur Frauen und Mütter, sondern auch ältere Mitarbeiter eine hohe Entlastungsmöglichkeit sehen.

Die Ergebnisse zeigen auch, dass vor allem beim Thema „Pflege“ Verunsicherung herrscht. 50% der befragten Personen gaben an, dass ihrer Meinung nach bei Inanspruchnahme einer Pflegezeit Nachteile am Arbeitsplatz zu erwarten sind. Eine Sensibilisierung auch der Arbeitgeber scheint hier sinnvoll. Der Anteil derer, die einen Angehörigen pflegen würden, liegt bei 55%. Wunsch und Wirklichkeit liegen bei diesem Thema weit auseinander.

Bei der Frage zur Bedeutung der Maßnahmen für ältere Mitarbeiter sahen 78% Anpassungen als wichtiges Instrument an. Das Thema scheint alle Altersklassen zu bewegen – hier wurde die höchste Anzahl an Kommentaren verzeichnet. Interessant ist auch das Ergebnis, dass sich 60% der Teilnehmer eine betriebliche Regelung für die Vereinbarkeit von Familie und Beruf wünschen würden.

Die Umfrage soll 2016 wiederholt werden. Dann wird geschaut, was sich in der Zwischenzeit getan hat und welche Themen für die Arbeitnehmer eventuell akuter geworden sind.

Weitere Auskünfte erteilt Frau Antonette Graber, Landratsamt Kitzingen, unter Tel. 09321 928-5000 oder unter antonette.graber@kitzingen.de.

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