„Gute Ideen beginnen mit kleinen Schritten“

Im Interview geht die Parlamentarische Staatssekretärin im Bundesfamilienministerium, Caren Marks, auf Gestaltungschancen der Lokalen Bündnisse für eine familienfreundliche Gesellschaft ein.

Für das „Zukunfts-Bündnis 2030“ haben sich Bündniskoordinatorinnen und -koordinatoren mit vielen Ideen eingebracht. Was sind für Sie wichtige Eckpunkte der künftigen Ausrichtung der Lokalen Bündnisse für Familie?

CAREN MARKS: Die Rückmeldungen zeigen eindrucksvoll, dass die Lokalen Bündnisse als breit aufgestellte Netzwerke Zukunftsthemen für eine familienfreundliche Gesellschaft aufgreifen. Gute Vereinbarkeitslösungen in einer zunehmend digitalen und mobilen Arbeitswelt gehören ebenso dazu wie Impulse für ein generationengerechtes Lebensumfeld. Die Ansätze aus den Lokalen Bündnissen und speziell aus der Entwicklungspartnerschaft haben bewiesen, dass gute Ideen für mehr Familienfreundlichkeit oft mit kleinen Schritten beginnen. Zum Beispiel bei Konzepten zur Randzeitenbetreuung. Hier greifen eine bedarfsgerechte Umsetzung vor Ort und die Familienpolitik ineinander: Über unser Bundesprogramm KitaPlus wird bereits an rund 300 Standorten eine Randzeitenbetreuung angeboten.

Wo sehen Sie die zentralen Zukunftsthemen für eine familienfreundliche Gesellschaft?

MARKS: Vereinbarkeit muss zunehmend in einem weiteren Kontext gedacht werden, in dem auch das Lebens- und Arbeitsumfeld von Pflegenden einbezogen wird. Viele Lokale Bündnisse haben den Bedarf erkannt, der durch die demografische Entwicklung weiter wachsen wird. Und auch, dass Väter sich zunehmend Unterstützung und passende Angebote wünschen, wenn es um die Vereinbarkeit von Familie und Beruf geht, spiegelt sich bereits in vielen Bündnisprojekten und in den aktuellen Beiträgen der Entwicklungspartnerschaft wider.

Wir sprechen vom „Zukunfts-Bündnis 2030“, damit ist ja auch ein Generationenwechsel verbunden: Wie können Lokale Bündnisse den Staffelstab übergeben?

MARKS: Genau dieses Weiterdenken und Anknüpfen an Erreichtes ist ja eine große Stärke der Lokalen Bündnisse: Sie greifen Trends rund um das Thema Vereinbarkeit auf und holen neue Partner mit ins Boot. Wir wollen die Bündnisakteurinnen und -akteure weiterhin dabei unterstützen, die Lokalen Bündnisse fit zu machen für die Zukunft – dazu gehört auch, beständig neue Aktive für die Bündnisarbeit zu gewinnen und das Netzwerk um Partner in Unternehmen, Vereinen und Verbänden vor Ort zu erweitern.

 

 

Teile: