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"Interessant sind die echten Geschichten"

Seit Januar 2019 ist der neue Familienblog des Bündnisses für Familie Nürnberg online. Und er kommt gut an: Die Seite hat doppelt so viele Aufrufe wie die herkömmliche Seite des Bündnisses. Im Interview berichtet Doris Reinecke, Geschäftsführerin des Bündnisses für Familie Nürnberg, über den Weg zum fertigen Blog.

Bild zeigt: Doris Reinecke, Quelle: Reinhard Klix

Frau Reinecke, wie sind Sie auf die Idee gekommen, als Lokales Bündnis einen Blog zu veröffentlichen?

Unser Internetauftritt hat für uns immer schon eine große Rolle gespielt. Wir haben in den letzten Jahren festgestellt, dass die Nutzung von Printmedien auch bei uns immer weiter zurückgeht und vor allem ältere Menschen zur Leserschaft gehören. Das Netz bietet hingegen eine gute Möglichkeit, die verschiedensten Zielgruppen von Familien bis hin zu Fachkräften und Multiplikatoren zu erreichen. Dennoch müssen wir uns immer wieder Gedanken darum machen, wie wir vor allem auch die jüngeren Generationen erreichen. Und so entstand die Idee, eine neue Homepage im Blogformat zu gestalten, die wie eine Art Online-Magazin Lust aufs Lesen macht.

Wie finden Sie die Themen für neue Beiträge?

Wir versuchen, thematisch eine breite Spanne abzudecken, die alle Altersgruppen einbezieht. Wir haben immer wieder im Netzwerk gestreut, dass es den Familienblog gibt und wir Ideen gerne veröffentlichen. Deswegen ist es häufig so, dass Initiativen und Projekte wie zum Beispiel die Frauen- oder die Stillberatung auf uns zukommen und uns Themen anbieten. Als Bündnis für Familie bekommen wir aber natürlich auch mit, welche neuen Angebote für Familien in der Umgebung entstehen. Wenn dann etwa eine Tagespflegeeinrichtung für Seniorinnen und Senioren eröffnet, gehen wir von uns aus auf die Leute zu und bieten aktiv an, darüber zu berichten.

Welche Inhalte kommen bei den Leserinnen und Lesern besonders gut an?

Wir erhalten immer wieder die Rückmeldung, dass vor allem die echten Geschichten über die konkreten Erlebnisse von Familien gut ankommen. Wir haben zum Beispiel einmal die Geschichte einer jungen Mutter erzählt, die für ihr Studium nach Taiwan gegangen ist und dort ihren zukünftigen Mann kennengelernt hat. Nach mehreren Jahren kam sie mit ihm und zwei kleinen Kindern zurück nach Nürnberg. Die Leserinnen und Leser waren sehr interessiert daran, wie es der jungen Familie nach der Ankunft ergangen ist. Deswegen legen wir viel Wert darauf, dass unsere Artikel einen guten Aufhänger haben.

Welche Tipps würden Sie anderen Bündnissen geben, die einen Blog veröffentlichen möchten?

Wichtig ist, dass man sich im Vorfeld gut überlegt: Was wollen wir eigentlich? Wir haben zum Beispiel in einem Workshop erarbeitet, welche Themen uns wichtig sind und diese in verschiedene Rubriken unterteilt, die sich nun auch auf der Homepage wiederfinden. Außerdem haben wir uns viele andere Blogs angesehen und einfach mal überlegt, welche uns gefallen und warum. Erst dann haben wir uns mit sehr genauen Vorstellungen an die Umsetzung gemacht.

Wenn die Seite dann online ist, kommt es darauf an, stetig neue Inhalte einzustellen. Ansonsten verlieren die Leserinnen und Leser schnell das Interesse. Deswegen sollte man sich auch Gedanken darüber machen, ob die zeitlichen Kapazitäten überhaupt ausreichen, einen Blog zu betreiben. Und zu guter Letzt: Der schönste Blog nutzt nichts, wenn ihn keiner findet. Deswegen sollte man jede Gelegenheit nutzen, um auf das Angebot aufmerksam zu machen. Wir verteilen zum Beispiel Post-it-Blöckchen mit der aufgedruckten URL und verlinken jeden Beitrag über unseren Facebook-Kanal.

Hier gelangen Sie zum Familienblog des Bündnisses für Familie Nürnberg.

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