Aktuelles Bündnis des Monats |

Gute Chancen für alle Kinder in Tübingen

Die Universitätsstadt Tübingen familienfreundlich gestalten und das Thema „Familie“ ins Zentrum der öffentlichen Aufmerksamkeit rücken – dazu wurde im Juli 2006 das Bündnis für Familie Tübingen gegründet. Seit nunmehr über zehn Jahren engagieren sich in diesem Netzwerk über 100 Beteiligte aus allen Bereichen der Stadt. Die vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) eingerichtete Servicestelle Lokale Bündnisse für Familie hat das Bündnis für Familie Tübingen als „Bündnis des Monats März 2017“ ausgezeichnet.

Bild zeigt: Fünf Kinder verschiedenen Alters mit Seifenblasen in der Hand.

Gute Chancen für alle Kinder in Tübingen. Die Prävention von Kinderarmut ist ein großer Schwerpunkt innerhalb der Arbeit des Bündnisses. 2014 wurde deshalb der „Runde Tisch Kinderarmut“ von der Stadt Tübingen, der Liga der freien Wohlfahrtspflege und dem Bündnis für Familie Tübingen gegründet. Quelle: Bündnis für Familie Tübingen

Das Bündnis für Familie Tübingen versteht sich als Ort, an dem Ideen und Initiativen Unterstützung finden. So werden vom Lokalen Bündnis zahlreiche Projekte insbesondere in der Anfangsphase mit Rat und Tat unterstützt. Auch die Erste Bürgermeisterin von Tübingen, Dr. Christine Arbogast, ist überzeugt von der kontinuierlichen und engagierten Arbeit des Lokalen Bündnisses: „Das Bündnis für Familie trägt wesentlich dazu bei, dass Familien in Tübingen ein gutes Lebensumfeld haben und bei Bedarf Unterstützung finden. Familien aller Kulturen, Jung und Alt, Neuhinzuziehende und Alteingesessene profitieren davon“.

Die Prävention von Kinderarmut ist ein großer Schwerpunkt innerhalb der Arbeit des Bündnisses. 2014 wurde deshalb der „Runde Tisch Kinderarmut“ von der Stadt Tübingen, der Liga der freien Wohlfahrtspflege und dem Bündnis für Familie Tübingen gegründet. „Über 60 Engagierte aus Vereinen, Initiativen, der Bürgerschaft, den Gemeinderatsfraktionen und der Stadtverwaltung haben sich zur Aufgabe gemacht, die Handlungsvorschläge aus dem Projekt „Gute Chancen für alle Kinder – mit Familien aktiv gegen Kinderarmut“ voranzubringen und umzusetzen“, so Elisabeth Stauber von der Geschäftsstelle des Bündnisses für Familie Tübingen. Weiterhin setzt sich das Lokale Bündnis für bezahlbares Wohnen sowie für die Förderung von naturnahen Spiel- und Freiräumen ein. Vor allem die Tübinger Familientage sind in der Stadt sehr beliebt. Dabei handelt es sich um ein großes Stadtspiel, das alle zwei Jahre im Wechsel mit dem Stadtfest und dem Kinderfest im Botanischen Garten stattfindet. Bei den Tübinger Familientagen kann man die Tübinger Freizeit- und Kulturangebote spielerisch kennenlernen. 2016 gab es über 1.000 Teilnehmende aller Generationen und Kulturen. Ganz neu ist seit 2016 das „Bündnis-Wiki“. Dieses ist öffentlich zugänglich, und man findet dort umfassende Informationen zum Bündnis, zu den Projekten und den Mitwirkenden. So entsteht mehr Transparenz und Informationsfluss im Netzwerk.

Tübinger KinderCard

Die Tübinger Kinder Card wurde 2010 auf Anregung des Lokalen Bündnisses entwickelt. Diese schafft Entwicklungsmöglichkeiten für  Kinder aus einkommensarmen Familien. Zahlreiche Bündnispartner, aber auch viele weitere Vereine und Organisationen geben Ermäßigungen auf aktuell 87 Angebote aus den Bereichen Sport, Freizeit, Bildung oder Kultur. Kostenfrei oder stark ermäßigt sind Mitgliedschaften in Sportvereinen, Ferienangebote, Nachhilfe- und Musikunterricht, Sprach- und Malkurse, Museen, Schul- und Sportbedarf und vieles mehr. 2016 erhielten knapp 1.800 Kinder die Tübinger KinderCard und konnten so an vielfältigen Angeboten teilhaben. 

Offene Familientreffs

Mit dem Ziel, in allen Stadtteilen offene Treffs für Familien zu schaffen, startete dieses Projekt im Jahr 2010. Drei Stadtteile waren zu Beginn dabei, inzwischen sind es neun Treffs. Eltern und Familien können sich hier begegnen, austauschen und ihre Freizeit gestalten. Die wöchentlichen Treffs werden ehrenamtlich organisiert, die Stadt gibt einen Zuschuss. In den Wintermonaten gibt es zusätzlich an den Sonntagen offene Winterspielstuben. Die Familientreffs erfreuen sich inzwischen sehr großer Resonanz und Beliebtheit.

EfA – Entlastung für Alleinerziehende

Dieses Kooperationsprojekt der Bündnisakteure Tübinger Familien- und Altershilfe e.V als Projektträger, Universitätsstadt Tübingen, Beratungsstelle für Schwangere des Landkreises und des Verbands alleinerziehender Mütter und Väter startete im Juli 2015. Mit dem Projekt werden Alleinerziehende in Überlastungs- und Notsituationen unterstützt, zum Beispiel durch stundenweise Kinderbetreuung oder kleine Besorgungen/Hilfen im Haushalt. 2016 gab es 24 Einsätze bei einem Umfang von rund 800 Stunden. Das Projekt wird  durch die Paul-Lechler-Stiftung und die Tübinger Bürgerstiftung gefördert und ist auf eine Laufzeit von drei Jahren angelegt.

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