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Familienreport 2017: Familie ist ein wichtiger Lebensbereich

Ein verstärkter Wunsch nach Partnerschaftlichkeit, mehr Geburten und eine nachdrückliche Forderung von Vereinbarkeitsförderung – die Ergebnisse des Familienreports 2017 zeigen, dass Familie in Deutschland hochgehalten wird.

Bild zeigt: Mütter und Väter wünschen sich Partnerschaftlichkeit in Beruf und Familie

Mütter und Väter wünschen sich Partnerschaftlichkeit in Beruf und Familie. Quelle: © shironosov / iStock

Die Mehrheit der Deutschen (79 Prozent) sieht Familie als den wichtigsten Lebensbereich an.

Dies hat auch zur Folge, dass die Vereinbarkeit von Beruf und Familie weiterhin an Relevanz gewinnt. Der Wunsch nach partnerschaftlicher Aufgabenteilung bei der Vereinbarkeit besteht dabei bei Müttern und Vätern gleichermaßen. Das zeigt sich unter anderem durch die steigende Müttererwerbstätigkeit. Seit der Einführung des Elterngelds stieg die Erwerbstätigkeit bei Müttern mit Kindern im Alter von zwei bis drei Jahren von 41 auf 58 Prozent. Die Väterbeteiligung beim Elterngeld stieg ebenfalls kontinuerlich. Beanspruchten nur 3,5 Prozent der Väter mit im Jahr 2006 geborenen Kindern eine Auszeit für die Familie, so sind es nun 34 Prozent der Väter mit im Jahr 2014 geborenen Kindern. Väter, die nach der Elternzeit wieder in den Beruf zurückkehren, verbringen durchschnittlich eine Stunde mehr pro Tag mit ihren Kindern als vor der Elternzeit.

Auch die Digitalisierung hilft Familien dabei, Partnerschaftlichkeit zu leben. Der Großteil (90 Prozent) der Beschäftigten, die zumindest teilweise im Home Office tätig sind, halten diese Möglichkeit für vereinbarkeitsfördernd. Allerdings fordern die Beschäftigten weiterhin Verbesserungen seitens der Unternehmen, um Familie und Beruf besser miteinander in Einklang bringen zu können.

Partnerschaftlichkeit ist auch für Alleinerziehende verstärkt von Bedeutung. Nach einer Trennung oder Scheidung wünschen sich 51 Prozent der Eltern eine gleichmäßige Aufteilung bei der Betreuung der Kinder.

Die Ergebnisse des Familienreports 2017 zeigen: Familien wollen eine Politik, die ihre Bedürfnisse ernst nimmt. 71 Prozent der Menschen erwarten Verbesserungen der Vereinbarkeit von Beruf und Familie von Seiten der Politik, der Unternehmen und der Gewerkschaften. Gezielte Familienpolitik ist nötig, um das Armutsrisiko für Kinder zu senken, Partnerschaftlichkeit voranzutreiben und bestmögliche Rahmenbedingungen für die individuellen Lebensrealitäten von Familien zu setzen.

Die detaillierten Ergebnisse des Familienreports 2017 finden Sie hier.

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