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ElterngeldPlus: Regionale Veranstaltungen des Netzwerks

Die Deutsche Gesellschaft für Personalführung und das Unternehmensnetzwerk „Erfolgsfaktor Familie“ haben im Juli drei Workshops zum Thema: Betriebliches Elternzeitmanagement“ in Düsseldorf, Stuttgart und Berlin durchgeführt.

Mit dabei war auch Elterngeld-Expertin, Petra Kather-Skibbe (Mitarbeiterin bei KOBRA Berlin und freiberufliche Beraterin), die seit Jahren Paare und Betriebe zu diesem Thema berät und eng mit dem Unternehmensnetzwerk „Erfolgsfaktor Familie“ zusammenarbeitet. Ganz egal ob in Düsseldorf, Stuttgart oder Berlin: Das Interesse war groß, die Veranstaltungen allesamt quasi ausgebucht und auch an Fragen der zahlreichen Personalverantwortlichen mangelte es nicht.

Anlass für die Veranstaltungen war das einjährige Jubiläum des ElterngeldPlus mit Partnerschaftsbonus. Diese Maßnahme wurde eingeführt, um die partnerschaftliche Aufteilung der Familienaufgaben zu erleichtern: Den jungen Eltern wird ein längerer und flexiblerer Bezug von Elterngeld, in Kombination mit Teilzeitarbeit und damit ein früherer Wiedereinstieg in den Beruf ermöglicht.

ElterngeldPlus wird auch in der Praxis verstärkt nachgefragt – so der Tenor der Personalverantwortlichen. Dies bestätigt den positiven Trend vom ersten Quartal 2016, wonach sich bundesweit 17,4 Prozent aller Elterngeldbezieher auch für das ElterngeldPlus entschieden haben. “Hohe Flexibilität, großes Interesse, individueller Beratungsbedarf“, charakterisierte Elterngeld-Expertin Petra Kather-Skibbe die Regelungen.

Was auf den ersten Blick komplex erscheinen mag, treffe aber den Nerv der Zeit: Paare hätten heute ihre ganz individuellen Vorstellungen von Vereinbarkeit, kein Fall sei wie der andere. Das mache es für Personaler herausfordernd, ad hoc zu reagieren. Christian Lorenz, Leiter des Hauptstadtbüros der DGFP in Berlin, stellte in diesem Zusammenhang auch die DGFP-Studie zur Elternzeit vor, die das innerbetriebliche Management näher beleuchtet. Viele Personalverantwortliche berichteten, dass insbesondere die relativ kurzen Meldefristen bei Vätern eine innerbetriebliche Herausforderung darstellen. Viele Männer würden das Gespräch mit dem Arbeitgeber noch zu lange hinauszögern, da sie unsicher sind, ob sie durch die Elternzeit eine Gefährdung der eigenen Karriere zu befürchten haben.

Zahlreiches Informationsmaterial zu dieser und weiteren Fragen hatte auch das Unternehmensnetzwerk „Erfolgsfaktor Familie“ im Gepäck. „Wie sag ich’s meinen Vorgesetzten“ – lautet etwa der Titel einer Broschüre, die werdende Väter und Mütter gleichermaßen anspricht. „Uns ist es wichtig, eine Unternehmenskultur mit offenem Dialog zu schaffen, bei der die Führungskräfte mit gutem Beispiel vorangehen“, meinte eine Teilnehmerin am Rande der Veranstaltung. Nur so könne man im Team und mit allen von der Elternzeit betroffenen Personen eine gute Gesamtlösung für den Arbeitnehmer, seine Kollegen und den Betrieb selbst finden.

Weitere Informationen zum ElterngeldPlus finden Sie hier.

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