Bündnis des Monats | Landkreis Stendal

In kurzer Zeit vielfältige Angebote für die Vereinbarkeit von Familie und Beruf geschaffen.

In kurzer Zeit vielfältige Angebote für die Vereinbarkeit von Familie und Beruf geschaffen

Lokales Bündnis für Familie im Landkreis Stendal als „Bündnis des Monats September 2015“ ausgezeichnet

Von einem „Pflegestammtisch“ über den Aktionstag für arbeitssuchende Alleinerziehende bis hin zur Einführung eines flächendeckenden Betreuungsnetzes – seit Mai 2014 existiert das Stendaler Bündnis für Familie und engagiert sich bereits in zahlreichen Projekten für eine bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Die vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) eingerichtete Servicestelle Lokale Bündnisse für Familie hat das Lokale Bündnis für Familie im Landkreis Stendal für sein Engagement als „Bündnis des Monats September 2015“ ausgezeichnet.

Flexible und familienfreundliche Arbeitszeiten in Unternehmen sind wichtige Faktoren, um Fachkräfte zu gewinnen und langfristig zu halten. Aus diesem Grund hat das Bündnis für Familie Stendal den „Pflegestammtisch“ ins Leben gerufen. Auf Einladung des Bündnisses kommen mehrmals jährlich rund 50 Unternehmensvertreterinnen und -vertreter aus dem Bereich Pflege zusammen, die im Rahmen der Veranstaltung Informationen und Beratung zu familienfreundlichen Arbeitszeitmodellen erhalten und darüber hinaus die Möglichkeit haben, sich gegenseitig auszutauschen. Durch regelmäßige Kontakte zu lokalen Unternehmerinnen und Unternehmern hatte das Bündnis zuvor ermittelt, dass bei den Pflegeunternehmen im Landkreis ein besonders großer Fachkräftemangel und ein erhöhter Gesprächsbedarf vorliegen. Erfolgreich hervorgegangen aus dem Pflegestammtisch ist das „Netzwerk Gute Pflege Altmark“ – ein Info-Netzwerk, in dem sich Unternehmen aus dem Landkreis hauptsächlich zu organisatorischen Zwecken austauschen können.

Berufliche Perspektiven für Alleinerziehende erschließen

Auch für arbeitssuchende Alleinerziehende setzt sich das im Mai 2014 gegründete Bündnis ein: In Kooperation mit dem Jobcenter Stendal, das ein festes Mitglied im Netzwerk ist, veranstalten die Bündnisakteurinnen und -akteure einmal jährlich einen Aktionstag für ebendiese Zielgruppe. Bündniskoordinatorin Katrin Schmalenberger-Laukert dazu: „Alleinerziehende stellen ein wichtiges Potenzial zur Fachkräftesicherung in der Region dar. Bedingt durch die ländliche Struktur stellen für sie die Themen ‚Mobilität‘ und ‚Flexibilität‘ große Herausforderungen dar. Dieser Problematik stellt sich das Bündnis und bietet durch den Aktionstag eine Vielfalt an Beratungsangeboten unter anderem zu Themen wie ‚Vereinbarkeit von Familie und Beruf‘ und ‚Kinderbetreuung‘ an.“ Darüber hinaus bieten verschiedene Bündnispartner Informationen zu Bewerbung, Stellenangeboten und Existenzgründung an.

Vielfältige Kinderbetreuungsangebote sichtbar machen

Ein weiteres Projekt, das beispielhaft für das Engagement des Bündnisses im Bereich „Vereinbarkeit von Familie und Beruf“ steht, ist die Idee, ein flächendeckendes Betreuungsnetz im Landkreis zu schaffen, in dem zudem mehr Angebote für Randzeitenbetreuungen vorhanden sind. Hierzu hat im März 2015 eine Diskussionsrunde zur Betreuungssituation mit zahlreichen Kinderbetreuungs-einrichtungen im Landkreis Stendal stattgefunden. Auf der Grundlage der Diskussionsergebnisse möchte das Bündnis eine Landkarte erarbeiten, auf die Eltern zurückgreifen können, um eine passende Betreuungseinrichtung für ihre Kinder zu finden – auch in Notfällen. Ziel des Projektes ist darüber hinaus, eine verstärkte und engere Absprache der Kindertageseinrichtungen untereinander zu schaffen, um vor allem kleinere und ländlich-gelegenere Kitas zu erhalten.

„Was soll darüber hinaus zukünftig erreicht werden?“ – Diese Frage stand im Mittelpunkt eines Bündnisgespräches, das anlässlich des Aktionstages 2015 und des einjährigen Geburtstages des Bündnisses stattfand. Es wurde klar, dass nach wie vor die Vereinbarkeit von Familie und Beruf im Fokus des Bündnishandelns stehen wird und die Projekte des Bündnisses weiter ausgebaut werden sollen. Neben Alleinerziehenden sollen in der Zukunft verstärkt auch Familien mit Migrationshintergrund von den Bemühungen des Lokalen Bündnisses profitieren. Bündniskoordinatorin Schmalenberger-Laukert erläutert: „Gerade die spezifischen Qualifikationen, Erfahrungen und Fremdsprachenkenntnisse sind Potenziale, die den Unternehmen in der Altmark einen Wettbewerbsvorteil bieten können.“

Hintergrund

Die Initiative „Lokale Bündnisse für Familie“ wurde Anfang 2004 vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend ins Leben gerufen. Ein Lokales Bündnis für Familie ist der Zusammenschluss verschiedener gesellschaftlicher Gruppen sowie Akteurinnen und Akteure mit dem Ziel, die Lebens-und Arbeitsbedingungen für Familien vor Ort durch konkrete Projekte zu verbessern und die Vereinbarkeit von Familie und Beruf zu ermöglichen. Derzeit engagieren sich mehr als 17.000 Akteurinnen und Akteure, darunter über 7.400 Unternehmen, in über 7.500 Projekten. Rund 650 Lokale Bündnisse sind in der Initiative bereits aktiv (Stand Dezember2015). Das Bundesfamilienministerium hat eine Servicestelle eingerichtet, die den Aufbau und die Weiterentwicklung der Lokalen Bündnisse bundesweit koordiniert und unterstützt. Die Servicestelle wird aus Mitteln des Bundesfamilienministeriums und des Europäischen Sozialfonds finanziert.

www.lokale-buendnisse-fuer-familie.de 

 

Pressekontakt Bündnis

Lokales Bündnis für Familie im Landkreis Stendal

Yvonne Hollmann

Tel.: 03931/640603

E-Mail: stendal.bca@arbeitsagentur.de

Katrin Schmalenberger-Laukert

Tel.: 03931/640363

E-Mail: katrin.schmalenberger-laukert@jobcenter-ge.de

 

Pressekontakt Initiative

Medienbüro Lokale Bündnisse für Familie

Tel.: 030 201805-42

Fax: 030 201805-77

E-Mail: medienbuero@lokale-buendnisse-fuer-familie.de

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