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Bündnis des Monats | Görlitz

Gemeinsam stark für Familien in Görlitz

Lokales Bündnis für Familie Görlitz als „Bündnis des Monats“ ausgezeichnet

Görlitz, 02. Mai 2018 – Das Lokale Bündnis in Görlitz, der östlichsten Stadt Deutschlands, wurde 2005 gegründet. Der Verein Görlitz für Familie e.V. als Träger des Bündnisses bietet seither ein wachsendes Netzwerk und seit drei Jahren ein Büro als spezielle Anlaufstelle für Familien. Er arbeitet grenzübergreifend und dient sogar als Vorbild für andere sozialpolitische Projekte. Dafür hat die vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) eingerichtete Servicestelle das Lokale Bündnis für Familie Görlitz als „Bündnis des Monats Mai 2018“ ausgezeichnet.

Eine Anlaufstelle für Familien in allen Lebenslagen bieten, alle wichtigen Informationen bündeln und Kontakt zu den richtigen Ansprechpartnern herstellen: Das ist das zentrale Anliegen des Familienbüros in Görlitz. Das Team um Steffen Müller berät seit 2015 in allen Fragen des Familienlebens – vom Kindergartenplatz bis zur Versorgung und Unterbringung von Senioren. „Das Angebot wird sehr gut angenommen. Die Hemmschwelle zu uns zu kommen ist deutlich niedriger, als ins Rathaus zu gehen. Wir bieten Familien eine direkte Anlaufstelle und bauen unser stadtweites Netzwerk immer weiter aus“, so Müller.

Grenzüberschreitendes Netzwerken

Mit einem Stand bei „20 Jahre Europastadt Görlitz/Zgorzelec“ macht das Bündnis im Aktionsmonat Mai auf sich aufmerksam, und zwar symbolträchtig auf der Altstadtbrücke, die den deutschen und den polnischen Teil der Stadt miteinander verbindet. Ein Schwerpunktthema ist in diesem Jahr die Vereinbarkeit von Beruf und Familie, passend zum diesjährigen Motto des bundesweiten Aktionstages der Lokalen Bündnisse für Familie. Mit dem Stand will das Bündnis auch Interesse wecken und im Rahmen der Initiative „Engagierte Stadt“ sein Netzwerk ausbauen. „Wir wollen Austausch ermöglichen, echte Vernetzungsarbeit leisten und die vielen Möglichkeiten kommunizieren, mit denen man einen Beitrag leisten kann“, betont Müller. Das kann zum Beispiel gemeinsames Musizieren sein oder das Aufarbeiten der deutsch-polnischen Vergangenheit. Grenzüberschreitend ist auch der vom Familienbüro entworfene „Stadtplan für Kinder“, der Einrichtungen, Vereine, Spiel-, Sport- und Kulturangebote in beiden Teilen der Stadt enthält. Die nächste Auflage des Plans soll zweisprachig werden, sodass auch polnische Kinder diesen noch besser nutzen können.

Interaktive Beratung für Eltern, Schutzinseln für Kinder

Weitere dauerhafte Angebote des Vereins Görlitz für Familie sind z.B. kostenlose Elternbriefe und die „Görlitzer Elternwerkstatt“, eine Veranstaltungsreihe mit Vorträgen zu Familien- und Erziehungs-themen, bei der Eltern die Themen auswählen, die sie beschäftigen. So bringen sie sich aktiv ein und stellen selbst das Programm fürs kommende Schuljahr zusammen. Die Bandbreite reicht von Themen wie Pubertät und Mobbing über Lernen ohne Druck, den richtigen Umgang mit Medien bis hin zu Trennung und Scheidung. Über 80 Veranstaltungen mit circa 2.000 Gästen hat es in diesem Rahmen bereits gegeben.
Das Bündnis hat zudem das Projekt „Elchstark“ ins Leben gerufen. Dabei werden Kindern Zufluchtsorte, verteilt über die ganze Stadt, geboten – zum Beispiel, wenn sie sich verlaufen haben, mit dem Fahrrad gestürzt sind oder sich bedroht fühlen. Diese „Schutzinseln“ sind erkennbar am Elchsymbol an den Türen teilnehmender Geschäfte und Einrichtungen.

Kein Stillstand in Sicht

Görlitz hat Familien einiges zu bieten, das sieht auch Oberbürgermeister Siegfried Deinege so: „Die Familien von den Kleinkindern bis zu den Senioren sind die wichtigsten Bausteine für eine stabile, positive und zukunftsorientierte Stadtgesellschaft. Diesen Wert im öffentlichen Bewusstsein zu verankern, ist einer der Schwerpunkte des politischen Handelns in unserer Stadt Görlitz. Familiengerechtigkeit ist ein Thema, das alle Facetten des Lebens betrifft." Deshalb arbeitet das Bündnis an immer neuen Angeboten – als nächstes soll es eine Internetplattform zur Vermittlung von Ehrenämtlern geben. So können hilfsbereite und hilfesuchende Menschen zueinander finden. Durch sein großes Engagement hat das Bündnis und sein Trägerverein mittlerweile schon Vorbildfunktion für andere sozialpolitische Bereiche: In Zusammenarbeit mit dem Bundesarbeitsministerium öffnet im Mai ein Büro zur ergänzenden und unabhängigen Teilhabeberatung für Menschen mit Behinderung seine Tore – ganz ähnlich wie das Familienbüro. „Hier können wir auf unsere Arbeit aufbauen, die Erfahrung ist ja schon da!“ freut sich Steffen Müller.

Hintergrund

Die Initiative „Lokale Bündnisse für Familie“ wurde Anfang 2004 vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend ins Leben gerufen. Ein Lokales Bündnis für Familie ist der Zusammenschluss verschiedener gesellschaftlicher Gruppen sowie Akteurinnen und Akteure mit dem Ziel, die Lebens- und Arbeitsbedingungen für Familien vor Ort durch konkrete Projekte zu verbessern und somit bei der Vereinbarkeit von Familie und Beruf zu unterstützen.

Derzeit engagieren sich rund 19.000 Akteurinnen und Akteure, darunter circa 7.900 Unternehmen, in etwa 8.000 Projekten. Rund 620 Lokale Bündnisse sind in der Initiative aktiv (Stand April 2017). Das Bundesfamilienministerium hat eine Servicestelle eingerichtet, die den Aufbau und die Weiterentwicklung der Lokalen Bündnisse bundesweit koordiniert und unterstützt. Die Initiative „Lokale Bündnisse für Familie“ wird im Rahmen des Programms „Vereinbarkeit von Familie und Beruf gestalten“ durch das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend gefördert.

Pressekontakt Bündnis
Görlitz für Familie e.V.
Steffen Müller
Bündniskoordinator
Tel.:  03581 8787333
E-Mail: post@goerlitz-fuer-familie.de

Pressekontakt Initiative
Servicestelle Lokale Bündnisse für Familie
Tel.:  030 201805-42
Fax: 030 201805-77
E-Mail: info@lokale-buendnisse-fuer-familie.de

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